Die Trauben für diesen Wein kommen aus verschiedenen Lagen in Löchgau und dem Hohenhaslacher Kirchberg. Die Reben sind zwischen noch jungen sechs und 22 Jahren und wachsen auf Buntem Mergel und Gipskeuper. Im Weinjahr 2016brachte der Lemberger aufgrund seines noch jungen Alters, einen sehr geringen Ertrag von gerade einmal 35 hl/ha. Klein aber fein, absolute Spitzenqualität. Im  Oktober 2016 ernteten wir die Trauben, selektiv von Hand, mit einer tatkräftigen Lesemannschaft. Nach einer 10-tägigen Maischegärung in offenen Gärbehältern, wurde der Wein abgepresst und fertig vergoren. Nach einem 11-monatigen Schläfchen in drei gebrauchten und einem neuen Holzfass, konnte der Wein auf Flaschen gefüllt werden. Dieser noch sehr jugendliche und frische Wein zeigt sich in tiefem Rubinrot im Glas. Im Duft findet man die typisch dunklen Aromen eines Lembergers. Sauerkirsche, Zwetschge und viel Würze umspielen die Nase und machen Lust auf den ersten Schluck. Dieser Wein darf vor dem Genuss ruhig ein bisschen Atmen, denn dann zeigt er sein ganzes Können. Auf der Zunge schmeckt man dann eine fast süßliche Fruchtigkeit, unglaublich dicht und vielschichtig. Schwarze Johannisbeere, Zwetschge, Holunder, Nelke, Pfeffer und ein Hauch Waldbeermarmelade sind zu schmecken. Er hat aber auch eine etwas kantige Seite, an Kaffee und Kirschschokolade erinnernd, leichter Pelz und eine erfrischend dezente Säure. Dieser Wein hat Kraft, erschlägt dennoch nicht mit 13,5 vol. %. Gerade im Winter passt dieser Wein zum heimeligen Kamin, zu Wild und Weihnachtsbraten, zu Sauerbraten oder einem scharf angebratenen Stück Rind.